Der hl. Michael steht einer Sterbenden bei – Bild aus der Kirche in Apfeltrang
Der hl. Michael steht einer Sterbenden bei – Bild aus der Kirche in Apfeltrang

Nach dem Tod eines Apfeltranger Bauern erschien jeden Abend am Brunnen eine kohlschwarze Kuh, die dort eine Stunde trank und dann langsam davontrottete. Einmal verfolgte ein Mann das Tier. Die Kuh sprang nun leichtfüßig über das nahe Moos, während der Verfolger versank. Seither war die Geisterkuh nicht mehr zu sehen.
 
In der Gegend um Apfeltrang wird auch von einem Kobold, dem „Blauhösler“ erzählt. Er machte es sich gerne am Kamin der Bauernstuben bequem und stellte viele Streiche an. Im Stall und im Stall vertrieb er die Hennen, die dann auch die Kühe scheu machten. Wenn aber ein Tier nicht gut zu melken war, sprang der Kobold auf den Schoß des Melkers und zeigte allerlei Kunstgriffe. Als der Bauer aber seinen Hof verkaufen musste, verschwand mit ihm auch der „Blauhösler“.

 

Text und Bild: Klaus Wankmiller