Wann genau Buchloe gegründet wurde, weiß man leider nicht ganz genau. Man nimmt an, dass die ersten Siedler etwa im Jahr 800 nach Christus aus den umliegenden älteren Dörfern wie zum Beispiel Wiedergeltingen kamen. Das Land dort reichte nicht mehr für die Ernährung der Menschen aus, so dass sich einige mutige Siedler weiter östlich auf die Suche nach geeigneten Plätzen für ihre Hütten und nach fruchtbarem Ackerland machten. Sie überquerten die damals fischreiche Gennach, wollten aber nicht gleich in der Nähe des Baches ihre Häuser bauen. Dort konnte man zwar leicht das lebensnotwendige Wasser schöpfen (es gab ja noch keine Wasserleitungen, die das Wasser ins Haus brachten), aber die Gefahr von Überschwemmungen war groß. Sie wählten also den Höhenzug leicht oberhalb, etwa dort wo heute die Stadtpfarrkirche steht. Damals war dieser Hügel bewaldet mit alten Buchen, so dass die Menschen auch gleich das nötige Holz für ihre Hütten und das Herdfeuer vorfanden. Sie rodeten die Bäume, bauten ihre Hütten und bearbeiteten die so entstandenen Äcker und Wiesen. Die Höhenlage hatte noch einen Vorteil: Man konnte gut sehen, wer sich der Ansiedlung nähern wollte und war damit auch auf Angriffe besser vorbereitet.

 

Um das Jahr 1120 wurde unser Ort dann erstmals schriftlich in einer alten Urkunde erwähnt als Buchelun, woraus erst viel später der heutige Name Buchloe entstand. Buchelun bedeutet so viel wie „Bei den lichten Buchenwäldern“. In alten Büchern und Schriften finden sich aber auch Namen wie Bochlon und Puochelon.

 

Der Name Buchloe taucht erstmals 1517 in Schriften und Urkunden auf. Das Land gehörte den Siedlern nicht selbst, sondern adligen Grundherrn, denen dafür Steuern gezahlt werden mussten. Die Abgesandten der Grundherrn, die Vögte, übernahmen im damaligen Buchloer Schloss die Verwaltung für die Grafen, Fürsten und den Bischof von Augsburg.

 

Text: Andrea Singer