Kapelle in Sameister
Kapelle in Sameister

Von mehreren Kirchen und Kapellen im Allgäu gibt es Sagen von „Luftsteinen“, die der Teufel einbauen ließ. Diese „Luftsteine“ konnten jederzeit eine Kapelle zum Einsturz bringen. Dies soll auch in Sameister der Fall gewesen sein. Ein italienischer Arbeiter, den der Baumeister Johann Jakob Herkomer aus Oberitalien mitbrachte, soll einen solchen Stein im Auftrag des Teufels für viel Geld eingebaut haben. Weil Herkomer jedoch als sehr gläubiger Mann bekannt war, wurde ihm dies offenbart und er konnte diesen gefährlichen „Luftstein“ rechtzeitig entfernen. Der italienische Arbeiter verschwand bei Nacht und Nebel.

 

Am Tage der Kapellenweihe wurde er jedoch von einer schrecklichen Krankheit befallen, als ob ihn der Teufel mit seinen Krallen zerfleischen wollte. Er hätte nicht überlebt, wenn nicht der Baumeister selbst für ihn gebetet hätte. Angeblich soll aus diesem Übeltäter noch ein rechtschaffener Mann geworden sein.

 

Text und Bild: Klaus Wankmiller