Mundart sprechen: für den Trachler-Nachwuchs eine Selbstverständlichkeit
Mundart sprechen: für den Trachler-Nachwuchs eine Selbstverständlichkeit

Nördlich von Augsburg bis zu seiner Mündung in die Donau ist der Lech eine starke Sprachgrenze zwischen den beiden Dialektgruppen Alemannisch und Bairisch (wenn vom Dialekt die Rede ist, schreib man Bairisch mit -i-). Südlich von Augsburg kann man keine klare "Grenze" ausmachen. Hier liegt vielmehr ein breiter Übergangsraum vor, in dem sich schwäbische und bairische Sprachmerkmale mischen, im Westen mehr Schwäbisch, im Osten mehr Bairisch. Nach Süden fächert sich dieser Übergangsraum immer weiter auf, so dass auf dem Weg von Westen nach Osten die bairischen Merkmale nur allmählich zunehmen. In diesem Raum liegt auch das Ostallgäu. [...] 

 

Dieser alemannisch-bairische Übergangsraum ist in dem an der Universität Augsburg erarbeiteten 15-bändigen "Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben", der im Osten über die Bezirksgrenze hinausgreift, erfasst. Auf einigen Tausend Dialektarten wird hier die ganze Fülle sprachlicher Erscheinungen dargestellt.

 

Text aus "Bei uns im Oberen Lechgau", Bild: Landratsamt Ostallgäu