Trachtler am Ufer des Forggensees mit Blick auf Schloss Neuschwanstein
Trachtler am Ufer des Forggensees mit Blick auf Schloss Neuschwanstein

Tracht hat es schon immer gegeben. Sie ist vielfältig wie die Mundart und sie wandelt sich nur langsam. [...] Bei uns geben oft die Votivbilder Auskunft über alte Trachten an bestimmten Orten. [...]

 

Gemeinsamer Ausgangspunkt der jetzigen Tracht ist die Gebirgstracht, meist des Tegernseer Landes.

 

Der Lech bildet auch bei der Tracht eine Grenze zwischen Bayern und Schwaben (vgl. Chronik des Oberen Lechgauverbandes, S. 12). Die Einführung einheitlicher Trachten für die einzelnen Vereine erfolgte nicht plötzlich; die Chronik enthält mehrfach Hinweise dazu: Besonders deutlich sind die Unterschiede bei der Kopfbedeckung der Sonntagstracht. In Lechbruck wird bald nach der Gründung (1921) auch über die Anschaffung einer Tracht entschieden: Die Burschen sollen grüne Joppen und die Mädchen rote Röcke bekommen. In Urspring wird unter der Vorstandschaft von Georg Hertrich (1925-29) eine einheitliche Kleidung ins Auge gefasst und über "D'Stoiwändler" in Wald wird 1977 berichtet: "Wichtig und wünschenswert sei es auch, dass sie (d. h. die Tracht) in das Bild der gesamten großen Trachtenfamilie des Oberen Lechgaues passe."

 

Text aus "Bei uns im Oberen Lechgau", Bild: Landratsamt Ostallgäu