Abgeerntetes Feld bei Frankenried
Abgeerntetes Feld bei Frankenried

Die jährliche Regenmenge nimmt im Ostallgäu in Richtung Alpen zu. Auch die Durchschnittstemperatur ist an den Bergen niedriger als im nördlichen Landkreis. Je südlicher man also im Landkreis kommt, desto kühler und feuchter wird das Klima. Wie das Klima, verändert sich auch die Landschaft im Landkreis. Wer mit dem Zug in Richtung Süden durch den Landkreis fährt, kann beobachten, wie die Landschaft sich verändert. Aus dem Hügelland wird eine schroffe Bergwelt mit steilen Hängen.


Im Norden (in der Umgebung von Buchloe) wird in der Ebene meist Ackerbau betrieben; hier wird beispielsweise Mais für die Herstellung von Biogas angebaut. Im mittleren Landkreis etwa auf der Höhe von Marktoberdorf wechselt die Nutzung der Felder von Ackerflächen zu Grünland.

 

Die kleinen und teilweise auch abschüssigen Felder im Süden des Landkreises erschweren die Feldarbeit. Sie können nur schlecht mit großen landwirtschaftlichen Fahrzeugen befahren werden. Deshalb wird hier Milchviehwirtschaft betrieben. Die Wiesen werden als Weideflächen benutzt und das Vieh wird im Sommer auf die Weiden und Almen getrieben.

 

Auf den bunten Bergwiesen und Almweiden zeigen sich viele schöne und seltene Blütenpflanzen. Dazu gehören der geschützte Enzian und das Alpen-Edelweiß. In nassen Flusstälern und dort, wo viel Regen fällt, entwickelten sich neben Mooren Nass- und Feuchtwiesen. Diese Wiesen wurden von den Landwirten nur im Herbst gemäht. Das gewonnene Heu wurde als Einstreu für die Kühe im Winter benutzt. Im restlichen Jahr wurden die sogenannten Streuwiesen sich selbst überlassen. Deshalb findet man auf den Streuwiesen eine große Vielfalt an seltenen Pflanzen und Tieren. Die vielen schönen Blütenpflanzen der Streuwiesen verleihen der Landschaft einen besonderen Charakter. Man findet hier beispielsweise die zierlichen Knabenkräuter und das in der Sonne glänzende Wollgras.

 

Text und Bild: Landratsamt Ostallgäu

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