Wald im Rottachmoos bei Morgennebel
Wald im Rottachmoos bei Morgennebel

Im Ostallgäu spielt der Wald eine wichtige Rolle. Unsere Gesamtfläche von ca. 1.400 Quadratkilometern besteht ungefähr zu einem Drittel aus Wald – das entspricht fast 50.000 Fußballfeldern! Durch Aufforsten kommen jährlich etwa fünf Hektar dazu. Aber nicht nur im Ostallgäu wird der Wald mehr: In Bayern wächst der Wald jede Sekunde um einen Kubikmeter!

 

Warum ist der Wald so wichtig? Zum einen dient er als Lebensraum für viele Tiere (s. unten). Sehr wichtig ist auch seine Funktion als Produzent von Sauerstoff. Ein gesunder Baum kann bis zu 20 kg Sauerstoff am Tag abgeben und damit bis zu 20 Menschen mit Sauerstoff versorgen!

 

Der Wald liefert uns auch Holz. Holz brauchen wir zum Heizen, aber auch zur Weiterverarbeitung, zum Beispiel zu Möbeln oder Dachstühlen. Allein im Ostallgäu gibt es 34 Schreiner- und Zimmerer-Betriebe, die auf den Werkstoff Holz angewiesen sind. Sogar die Nebenprodukte der Holzproduktion wie Rinde und Späne können verwertet werden: als Brennmaterial für große Heizkraftwerke oder als Rindenmulch für die Gartenpflege. Nicht zuletzt ist der Wald aber auch ein Erholungsgebiet für Einheimische und Touristen.

 

Welche Tiere leben eigentlich in den Ostallgäuer Wäldern? Viele davon kennt Ihr! Zum Beispiel Rehe, Hirsche, Wildschweine und Füchse. Auch für die Vögel hat der Wald eine große Bedeutung. Einige von ihnen bauen auf Waldbäumen ihre Nester. Und manche Greifvögel, wie der Bussard, nutzen die Äste, um von dort aus ihre Beute aufzuspüren. Solche Greifvögel nennt man „Ansitzjäger“.

 

Weil der Wald so wichtig für Mensch und Tier ist, muss man ihn schützen. Zum einen natürlich vor Umweltverschmutzung durch den Menschen. Wer unerlaubt Müll im Wald entsorgt, wird daher bestraft. Aber auch Tiere können dem Wald schaden. Zum Beispiel essen Rehe und Hirsche besonders gerne die Triebe die Knospen, Blättern oder Zweige von Bäumen. Die wachsen dadurch langsamer oder sterben sogar ab. Diesen Schaden an den Bäumen nennt man „Verbiss“. Weil Zäune viel Geld kosten und den Lebensraum der Tiere einschränken, sorgen die Förster und Jäger dafür, dass es nicht zu viel Wild in unseren Wäldern gibt. Weil es bei uns schon lange keine Wölfe und Bären mehr gibt, müssen die Jäger zum Schutz des Waldes daher manchmal auch gesundes Wild erlegen.